Distributed-Ledger-Technologie: Wie funktioniert die DLT?

Die Distributed-Ledger-Technologie (kurz „DLT“) beschreibt eine dezentrale Datenbank, die Informationen in Blöcken speichert, die über ein Computernetzwerk verteilt werden.

Die DLT-Technologie am Beispiel der Blockchain

Die bekannteste DLT-Anwendung ist die Blockchain. Blöcke stellen hierbei kryptografisch verknüpfte Datenbankeinträge dar, die Transaktionen transparent und fälschungssicher aufzeichnen.

Knoten, also Zugangspunkte zu einer DLT, sind integraler Bestandteil des Netzwerks und besitzen eine Kopie der gesamten Datenbank, des sogenannten Ledgers, um Transaktionen zu validieren. Dies stärkt das Vertrauen, da mögliche Fehlfunktionen eines einzelnen Knotens ausgeglichen werden.

Distributed-Ledger-Technologie: Funktionsweise Abbildung 1: Funktionsweise eines Distributed Ledger

Laufende Datensynchronisierung in der DLT

Transparenz: Eine laufende Synchronisierung gewährleistet, dass jeder Knoten immer die aktuellen Informationen besitzt. Dadurch bietet DLT eine vertrauenswürdige und transparente Lösung für den Umgang mit Daten und Transaktionen in digitalen Netzwerken.

Transaktionen: Zur Gewährleistung von geprüften und verbindlichen Einträgen werden Transaktionen von den Knoten durch kryptografische Verfahren signiert und verifiziert, bevor sie in einen Block aufgenommen werden. So werden nur gültige Transaktionen im Ledger festgehalten und Fälschungen ausgeschlossen.

Geprüfte und verbindliche DLT-Einträge: Proof of Work, Proof of Stake und Proof of Authority

Konsens: Für die Erzielung eines Konsenses über die Validierung von Transaktionen und die Aufrechterhaltung der Integrität des Ledger gibt es verschiedene Mechanismen wie Proof of Work (PoW), Proof of Stake (PoS) und Proof of Authority (PoA).

  • PoW setzt auf rechenintensive Aufgaben, um den nächsten Block zu erzeugen, was jedoch viel Energie erfordert.
  • PoS hingegen wählt den Blockerzeuger basierend auf dem Anteil der gehaltenen Kryptowährung aus, was effizienter ist.
  • PoA delegiert die Blockerzeugung an bekannte und vertrauenswürdige Knoten, was Geschwindigkeit und Skalierbarkeit verbessert.

Die Wahl des Konsensmechanismus hängt von den spezifischen Anforderungen des DLT-Netzwerks ab.

Um auf eine DLT zuzugreifen, verwenden Teilnehmende in der Regel eine Wallet.

Sprechen Sie uns gerne an!

Julian Schmeing / Autor BankingHub

Julian Schmeing

Partner Office München
George Stylianou / Autor BankingHub

George Stylianou

Senior Consultant Office Berlin

Artikel zum Thema

Interview mit Moritz Schildt, CEO der coinIX GmbH & Co. KGaA

Venture-Capital-Investitionen in die Digital-Assets- und DLT-Ökonomie der Zukunft

Interview mit Moritz Schildt, CEO der coinIX GmbH & Co. KGaA, zum Potenzial der Tokenisierung sowie zur Digital-Assets- und DLT-Ökonomie im Jahr 2030.
MiCAR: Navigation durch die Lizenzierungsverfahren

MiCAR: Navigation durch die Notifikationsverfahren

Überblick über die Lizenzierungsverfahren gemäß der europaweiten Verordnung über Märkte für Kryptowerte (MiCAR)
MiCAR: Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen

MiCAR: Anforderungen an Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen

Überblick über die allgemeinen und spezifischen Anforderungen für Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen gemäß der europaweiten Verordnung über Märkte für Kryptowerte (MiCAR)
MiCAR-Klassifizierung von Kryptowerten und -Dienstleistungen

MiCAR-Klassifizierung von Kryptowerten und -Dienstleistungen

Überblick über die Klassifizierung von Kryptowerten und ­Dienstleistungen gemäß der EU-weit geltenden Verordnung über Märkte für Kryptowerte
Abstraktes Raumkonzept als Metapher für elektronische Wertpapiere und die Wahl der Registerlösung

Elektronische Wertpapiere und die Wahl der Registerlösung

Skalierbarkeit als Differenzierungsmerkmal? tokenforge und zeb zur aktuellen Marktentwicklung von elektronischen Wertpapieren und technischen Lösungen für die Führung eines Kryptowertpapierregisters.
Elena Sankova vom Softwareanbieter Finastra

Papierlos, sicher und transparent: die Digitalisierung des internationalen Handels

Mit der Umsetzung des „Model Law on Electronic Transferable Records“ wird eine zunehmende Digitalisierung des internationalen Handels und damit der Handelsfinanzierung erwartet. Wie dieser
Abstrakte Darstellung digitaler Angebote als Metapher für AML-Compliance- zentraler Erfolgsfaktor bei der Einführung von Digital-Asset-Angeboten

AML-Compliance – zentraler Erfolgsfaktor bei der Einführung von Digital-Asset-Angeboten

Wie können Finanzinstitute das Potenzial digitaler Vermögenswerte voll ausschöpfen, ohne Compliance- und Geldwäscheaspekte zu vernachlässigen?
Dr. Nils Bulling, Leiter Strategic Innovation, Ecosystem & Digital Assets bei Avaloq

Kryptokrise: Ende von Bitcoin & Co oder Weckruf für stärkere Regulierung?

Quo vadis Krypto: Interview mit Dr. Nils Bulling, Leiter Strategic Innovation, Ecosystem & Digital Assets bei Avaloq.
DLT-Pilotregelung: Startschuss für den Kapitalmarkt von morgen?

DLT-Pilotregelung: Startschuss für den Kapitalmarkt von morgen?

Die EU-Verordnung 2022/858 auf Basis der DLT-Pilotregelung setzt einen Meilenstein innerhalb der europäischen Finanzmarktregulierung. Ziel ist es, eine neue und innovationsfreundliche Regulierung zu schaffen.
eWpG – Kryptowertpapierregister führen: Chancen & Pflichten

eWpG: Führung eines Kryptowertpapierregisters: Chancen & Pflichten

Wie hoch ist das Wachstum für Kryptowertpapiere in Deutschland? Welche Vorteile und Pflichten gehen damit einher? 
Digital Assets für Regionalbanken: Chancen & Herausforderungen

Digital Assets – Chancen und Herausforderungen für Regionalbanken

Wie gehen Regionalbanken mit der Herausforderung Digital Assets bereitzustellen um? Wo liegen die Chancen & Risiken?
Server als Metapher für den Artikel "Blockchain in der Finanzbranche: Drei konkrete Anwendungsszenarien"

Blockchain in der Finanzbranche: drei konkrete Anwendungsszenarien

Die Blockchain entfaltet eine Dynamik, die sich weiter beschleunigen wird. Drei konkrete Anwendungsszenarien.
3D Blockchain Illusion im Notebook als Metapher für "Die non-bankable Assets kommen in Form von Blockchain - non-bankable Assets"

Die non-bankable Assets kommen in Form von Blockchain

Die Krypto-Technologie macht non-bankable Assets fungibel und eröffnet die Chance, an diesen bislang sehr privaten Vermögensverwerten zu partizipieren.
Bilck auf Datenstrom aus dem Smartphone-Display als Metapher für "Die Zukunft der Vermögensverwaltung"

Die Zukunft der Vermögensverwaltung

Resümee und Ausblick nach 5 Jahren Banken-Digitalisierung: Welche Trends wichtig bleiben
Klaus Himmer / DLT-Technologien zwischen Hype und Praxis / BankingHub

DLT-Technologien zwischen Hype und Praxis

Zunehmende Bedeutung von Distributed-Ledger-Technologien DLT selbst basiert auf der Idee, Informationen dezentralisiert abzulegen, sodass diese nicht mehr nur einer einzelnen
Blockchain: Vermögensverwaltug

Blockchain-Technologie in Banking & Vermögensverwaltung

Die Blockchain-Technologie bzw. Distributed-Ledger-Technologie (DLT) hat das Potenzial, die Welt zu verändern. Dabei ist die DLT keine brandneue Idee, sondern eine clevere Kombination aus

Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

BankingHub-Newsletter

Analysen, Artikel sowie Interviews rund um Trends und Innovationen
im Banking alle 2 Wochen direkt in Ihr Postfach

Send this to a friend