Design Thinking bei Swiss Re

Design Thinking ist derzeit in aller Munde. Kaum ein Unternehmen, Beratung oder Agentur verzichtet auf den innovativen Kreativprozess. Doch kann diese Methode auch bei einer Rückversicherung erfolgreich angewendet werden? Und wie schafft man es, binnen 48 Stunden ein prototypisches Produkt zu entwickeln? Ein Erfahrungsbericht.

 

Der Rahmen – zwei Tage kreativ und strukturiert

Die Rahmenbedingungen: zwei Tage Zeit, um mit dem Team von Swiss Re einen kompakten Workshop zum Thema Design Thinking durchzuführen. Das Thema lautet: smartes und sicheres Wohnen.

Auch klar: Die zwei Tage müssen perfekt strukturiert sein und dabei gleichzeitig Raum für Kreativität bieten. Drei Design-Thinking-Berater von zeb (Sarah, Max und Martin) sowie zehn Kollegen der Swiss Re stellten sich dieser Herausforderung.

Aufgeteilt in zwei interdisziplinäre Teams bestehend aus Juristen, Geografen, Meteorologen und Wirtschafts- sowie Sozialwissenschaftlern machten wir uns gemeinsam an die Arbeit.

Tag 1 – Kundenfokus, Kundenfokus, Kundenfokus

Der Kunde steht im Mittelpunkt – klar, macht ja heute jedes Unternehmen. Aber wie stelle ich meinen Kunden wirklich in den Mittelpunkt? Wie denke ich wirklich kundenzentriert? Die Antwort ist einfach: Indem ich mit ihm rede! Mittelpunkt des ersten Tages waren folgerichtig die Kundeninterviews.

Zwei Probandinnen schilderten uns ihre Sicht auf die Themen Wohnen und Familie, ihre Ängste, Wünsche und Bedürfnisse. Basierend auf diesen Erkenntnissen erarbeitete jedes Team eine grobe Persona inkl. zentraler Schmerz- und Herzpunkte (Pains & Gains). Nach einem intensiven Tag, der sich nur um die Kunden und ihre Bedürfnisse drehte, war klar, was es heißt, wirklich kundenzentriert zu arbeiten.

Katja Briones, Director & Market Head Germany, Swiss Re: „Heute habe ich erlebt was es bedeutet, sich wirklich auf Bedürfnisse des Kunden einzulassen.“

Tag 2 – Ideen, Produkte & Pitch

Doch wie kommt man jetzt innerhalb eines Tages von interessanten und relevanten Kunden-Insights zu einem prototypischen Produkt? In acht Stunden?! Eine gewisse Skepsis ließ sich am Beginn des zweiten Tages nicht leugnen.

Basierend auf den Personae des ersten Tages erarbeiteten die Teams Kundenreisen und leiteten daraus zentrale Handlungsfelder ab. Dabei hilft die Emotionskurve: Besonders in extremen Situationen benötigen Kunden Unterstützung – sei es, um eine negative Erfahrung zu heilen, eine besonders positive Erfahrung zu verstärken oder diese positive Erfahrung allen Kunden zu ermöglichen.

Ausgehend von diesen Ansätzen und Handlungsfeldern wurden die Creative Challenges für das Brainstorming formuliert.

Design Thinking bei der Swiss Re

Und dann ließen die Teams ihrer Kreativität in zwei Brainstorming Sessions freien Lauf. Die Ideen sprudelten. Kurzfristig mussten neue Post-its organisiert werden, da die Vorräte schneller schmolzen als das Eis in der Münchner Sommersonne.

Anschließend wurden die Ideen bewertet und priorisiert. Auch wenn es schwerfiel – es konnte nur eine Idee pro Team geben, die prototypisch ausgearbeitet wird. Schließlich blieben für die Prototypisierung und den Pitch nur 90 Minuten Vorbereitungszeit.

Und der Pitch saß. Beide Teams überzeugten durch innovative Lösungen, die ein echtes Kundenproblem lösten und einen alltagsrelevanten Mehrwert boten.

Klaus Bender, Vice President & Senior Client Manager, Swiss Re: „Ich habe realisiert, wie ich mich während des Workshops Stück für Stück von meiner vorgefertigten Meinung verabschieden musste.“

Fazit

Zwei Tage, zwei integrierte, interdisziplinäre Teams, zwei innovative Produktideen. Viel gelacht, viel erlebt, viele Post-its beschrieben – und den Beweis erbracht, dass auch im komplexen Geschäft der Rückversicherer mittels Design Thinking schnell, agil und kreativ Lösungen erarbeiten werden.

Oder wie es das Swiss Re Team formulierte: „Ein super Event! Es war erstaunlich, in welch kurzer Zeit man eine konkrete Produktidee ableiten kann!“

Wenn Sie Lust haben, selbst einen kompakten Workshop zum Thema Design Thinking durchzuführen, kontaktieren Sie uns. Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Design Thinking bei der Swiss Re

Sprechen Sie uns gerne an!

Autor Max Steinmetz

Max Steinmetz

Senior Manager Office München

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Kommentare

Eine Antwort auf “Design Thinking bei Swiss Re

  • Ida

    Design Thinking und der Kundenfokus klingen super interessant und innovativ. Ich selbst bin in der Steinmetz-Branche und versuche stets die Wünsche meiner Kunden mit viel Kreativität zu erfüllen. Manchmal stößt man natürlich auf seine Grenzen, wenn es um die Vereinbarung der unterschiedlichen Vorstellung geht!

    Antworten

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