EXECfintech 2018 – Meetup der FinTech-Szene

Wenn sich namhafte FinTechs, namhafte Banken sowie alle an der digitalen Transformation des Bankings Interessierte versammeln, dann ist vermutlich wieder einmal Zeit für die EXECfintech, welche mittlerweile nicht mehr nur als Insider-Tipp gilt. Die Eindrücke der zwei Tage lassen sich sehr schnell zusammenfassen: tolle Event-Location, feinstes Berliner Start-up-Feeling und ein sehr dichtes sowie populär besetztes Rahmenprogramm. Am 21. und 22. März fand die jährliche EXECfintech Konferenz im „von Greifswald“ in Berlin statt. Seit nun bereits vier Jahren versammelt sich Europas FinTech-Szene in diesem stets wachsenden Kreise. Doch was steckt genau dahinter? Wir haben unsere Eindrücke der zwei Tage in diesem Artikel festgehalten.

Banking meets FinTech

Die Zutaten für ein erfolgreiches Rahmenprogramm zum Netzwerken und Diskutieren sind denkbar einfach und schnell erklärt. Ein inspirierendes und spannendes Vortragsprogramm auf der Main Stage mit Speakern u.a. von der Deutschen Bank und dem Sparkassen Innovation Hub, aber auch von wohlbekannten FinTechs wie der solarisBank, Elinvar oder raisin. Parallel dazu fanden Masterclasses statt, in denen Experten zu verschiedenen Themen Inhalte vermittelten. In sogenannten Discussion Tables standen insbesondere der Austausch und die Diskussion zu speziellen Themen im Vordergrund. Neben reichlich Fläche und Platz zum Netzwerken hatten FinTechs außerdem die Möglichkeit, ihr Unternehmen zu platzieren und mit interessierten Investoren, Kunden oder potenziellen Kooperationspartnern ins Gespräch zu kommen.

“No Bullshit Pitch Competition” und FinTech(s) of the year

Kurz vor dem „offiziellen“ Ende des ersten Tages wurden die freien Plätze rund um die Main Stage noch einmal rar. Der Grund: Neben der Vergabe des „FinTech des Jahres“ hatten sechs weitere FinTechs die Möglichkeit, sich gemäß dem ausgerufenen Motto „No Bullshit Pitch Competition“ mit ihrem Geschäftsmodell der Jury und dem Publikum zu stellen. Die Aufgabe: 3 Minuten Pitch, 3 Minuten Q&A, 1 Flipchart, keine PowerPoint und vor allem kein „Bullshit“. Am Ende hieß es: Heimsieg für Acatus. Herzlichen Glückwunsch!

Allein die 28 Nominierten zum „FinTech des Jahres“ sprechen für sich und bedürfen keiner weiteren Erklärung. So klingen, angesichts der zuletzt vermeldeten Kooperationen, Finanzierungsrunden und permanent steigenden Kundenzahlen, beispielsweise Scalable Capital und N26, wie mögliche Sieger des Awards. Die Preise gingen jedoch an andere Vertreter, die in der Jury- bzw. in der Publikumswertung jeweils klar die Nase vorne hatten. So wurden von der Jury, bestehend aus Gründern, Unternehmern, Medienvertretern und Investoren, Billie (Early-Stage) und die solarisBank (Later-Stage) ausgezeichnet. Von den fast 5.000 abgegebenen Stimmen des Publikums konnten sich Savedroid (Early-Stage) und auxmoney (Later-Stage) die meisten sichern. Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Erfolg an die ausgezeichneten und nominierten FinTechs.

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How we will bank tomorrow?

Genau diese Frage war Bestandteil nahezu aller Gespräche, Diskussionen und Vorträge. Daher war der Ausgangspunkt der TABULARAZA-Masterclass auch die Frage: “how will we bank tomorrow?”. So denkbar einfach die Frage, so unfassbar schwierig ist die Antwort darauf. Klar ist, dass Kunden heute genau diesen bequemen Service erwarten, den sie aus ihrem Alltag kennen und an den sie von Amazon, PayPal & Co. gewöhnt sind. Doch können Kunden genau dies von ihrer Bank erwarten? Emotionale Erlebnisse? Authentische und ehrliche Kommunikation? Kundenzentrierte Produkte und ein echter Mehrwert? Für alle, die die Diskussion nicht mitverfolgen konnten oder Lust auf mehr bekommen haben, haben wir die Präsentationen und die fünf Thesen zum Banking der Zukunft unterhalb des Artikels bereitgestellt.

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Blockchain, Blockchain und nochmals Blockchain?

Die Antwort lautet: nein. Geht es um die digitale Transformation und Innovationen im Banking, dürfen Themen wie Blockchain, Kryptowährungen, AI & Co. sicherlich nicht fehlen. Wer jedoch befürchtet hat, dass diese Themen die überwältigende Mehrheit der Vorträge füllen werden und die Diskussionen sich nur um die Frage drehen werden, wieso und vor allem wann die Blockchain-Technologie alle Banken überflüssig machen wird, der hat sich (zum Glück) getäuscht. Denn vielmehr standen reale Use Cases im Mittelpunkt. Erfahrungsberichte sowohl von FinTechs als auch von Banken im Umgang und der Entwicklung kundenzentrierter Lösungen und marktfähiger Produkte. Besonders erfrischend und ehrlich waren die Einblicke in die Kooperationen der vermeintlich konkurrierenden Protagonisten. Was können Banken und FinTechs voneinander lernen? Welche Erfahrungen haben sie gemeinsam gemacht?

Es war wieder einmal eine super Veranstaltung und wie immer heißt es auch bei der EXECfintech2018: Nach der EXEC ist vor der EXEC!

Sprechen Sie uns gerne an!

Patrick Neumann / Autor BankingHub

Patrick Neumann

Senior Manager Office Frankfurt

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