Design Thinking – Was Kunden wirklich wollen Der Kunde im Mittelpunkt bei der Produktentwicklung

Häufig funktioniert Innovation in etwa so: Im „Elfenbeinturm“ des Unternehmens werden eine Marktstudie, eine Wettbewerbsanalyse, eine Trendstudie o. ä. und ggf. eine Kreativitätsübung durchgeführt und anschließend wird sich irgendetwas ausgedacht. Danach wird die Idee ggf. kurz mit einem ausgewählten Kreis pilotiert oder auch sogleich umgesetzt, und dann? Sehr häufig passiert Folgendes:

  • Der Marketingaufwand ist immens, da Kundenbedürfnisse erst geweckt werden müssen
  • Das Produkt weist Mängel und Defizite auf, die sich erst beim Vertrieb zeigen
  • Das Produkt wird ein Flop, da es am Ende doch nicht den Kundenwünschen entspricht, sondern eher dem, was der „Elfenbeinturm“ dafür hält

Haben Sie dies schon einmal so oder ähnlich erlebt?  – Schade, und vor allem nicht notwendig, wie Prof. Weinberg von der Universität Potsdam beleuchtet…

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Hierbei geht es um Folgendes: Design Thinking ist eine Methode, die den Menschen (der schließlich auch die Produkte kaufen soll) in den Mittelpunkt stellt und damit auf eine faszinierende Weise die Erfolgschance von Innovationen, neuen Produkten, neuen Prozessen, neuen Ideen – quasi von allem, was neu ist – nach oben katapultiert.

… und wie?

Beim Design Thinking geht es vor allem um drei Kernelemente, die in einem iterativen Prozess zusammenspielen müssen:

  • Weg von der kreativen Leistungsfähigkeit des Einzelnen hin zur kreativen Leistungsfähigkeit der Gruppe („Die Gesamtheit ist deutlich mehr als die Summe der Einzelnen“)!
  • Einen Weg finden, mit dem sich die Potenziale voll entfalten lassen! –Bspw.:
    • Das Problem/die Fragestellung und zugehörige Hintergründe wirklich verstehen
    • Den Kunden in „Echtsituationen“ studieren und seine Vorlieben, sein Verhalten, seine Wünsche erkennen
    • Ideen produzieren (einige Hundert Ansätze und mehr sind beim richtigen Vorgehen kein Problem)
    • Ideen clustern, übrig bleiben bspw. 3-4 herausragende Ansätze
    • Sichtbare Prototypen (bei nicht anfassbaren Dienstleistungen kann dies bspw. über ein Rollenspiel erfolgen)
    • Feedback von Außen (hierbei ist eine wirklich heterogene Gruppe wichtig, d. h. Männer und Frauen, verschiedene Berufe, verschiedene Branchen etc.)
  • Das Umfeld und Ambiente bei der Generierung von Neuem („Kreativität geht nicht auf Befehl“)

Die Punkte wirken banal, sind aber elementar und schwierig in der Umsetzung. Meist scheitert der Ansatz schon an mangelhafter wirklicher Teamfähigkeit oder an mangelhaftem vernetztem Denken.

Zudem sind folgende Erfolgsprinzipien zu berücksichtigen:

  • Immer fokussiert am Thema bleiben
  • Nur eine Diskussion auf einmal
  • Verrückte Ideen fördern und ausweiten
  • Bewertungen gehören erst ans Ende der Ideengenerierung
  • Visualisieren
  • Qualität ergibt sich aus Quantität
  • Auf den Ideen Anderer aufbauen
  • Früh und oft Scheitern

Was denken Sie, wie weit ließen sich die Erfolgschancen von Neuerungen in Ihrem Unternehmen so steigern? Hierbei lohnt auch ein Blick auf bspw. die Deutsche Bank:

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Übrigens, die Methode lässt sich auf viele andere Kreativitäts- und Innovationsmethoden aufsetzten, sodass die bestehenden Ansätze im Grunde „nur“ erweitert werden müssten.

 

(Dieser Artikel ist ebenfalls im Blog der ADG Denkfabrik erschienen)

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Benjamin Kursatzky

Spezialist für Strategie, Innovation und New Business Development ADG - Schloss Montabaur | ADG-Denkfabrik

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