Euro Finance Tech – ein Tag rund um FinTechs und den Finanzstandort Frankfurt Eindrücke unter dem Hashtag #efintech15

Im Rahmen der 18. Euro Finance Week, eines der größten Branchentreffen der Finanz- und Versicherungsindustrie in Europa, richtete die Maleki Group dieses Jahr zum ersten Mal die Euro Finance Tech aus. Einen Tag lang kamen FinTechs, Investoren, Vertreter aus Banken und Experten im Congress Center Frankfurt zusammen, um das Thema Digitalisierung in der Finanzdienstleistungsindustrie zu behandeln. Auch zeb war dabei und hatte Gelegenheit, bei interessanten Diskussionen sowie spannenden Pitches mit dabei zu sein.

Eröffnet wurde der Tag von Tarek Al-Wazir, dem hessischen Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung. Zum Thema Frankfurt als potentiellen deutschen FinTech Hub äußerte er sich positiv über den Finanzstandort. Leistungsträger, sämtliches Know-How sowie die nötige Infrastruktur seien bereits vorhanden. Obwohl Berlin als Startup-Metropole Nummer Eins die Nase vorne habe, erklärte er zum Thema Innovationen im Financial Services Sektor,  „we will do anything that’s needed that it will happen here“.

Auch in der Diskussion über kritische Erfolgsfaktoren für Frankfurt/das Rhein-Main-Gebiet, der führende FinTech Hub zu werden, zeigten sich die Teilnehmer positiv gestimmt. Momentan „sind wir nicht laut genug“ (bzw. „we are not noisy enough“), so Christian Hoppe, Leiter des main incubator. Berlin zeichne sich derzeit noch als starker Communication Hub aus, alles Notwendige der Finanzdienstleistungsbranche sei jedoch in Frankfurt vorhanden. Prof. Dr. Andreas Hackethal von der Goethe Universität ergänzte, der Dialog zwischen FinTechs untereinander sowie der Austausch mit Banken sollte besser organisiert und koordiniert werden, um weitere innovative Unternehmen dieser Art nach Frankfurt zu holen. Clark, ein Startup aus dem Versicherungsbereich, geht hier mit seinem letztlich durchgeführten Umzug von Berlin nach Frankfurt als positives Beispiel voran. Wie schon auf anderen Veranstaltungen bewegte die Frage „Frankfurt oder Berlin“ die Gemüter – der Ausgang dieser Frage wird von beiden Seiten gespannt erwartet.

Die Frage, was „man“ (seien es Banken oder FinTechs) tun könne, um die Situation weiter zu verbessern, wurde in gleich zwei Panels zuvorderst das Vorhandensein eines physischen Orts für die Stadt Frankfurt, eines „FinTech Hubs“ genannt. Vorbild dieser Idee waren die sprichwörtlichen Berliner Hinterhöfe, in denen Startups auf kleinem Raum ihre Ideen vorantrieben und gleichzeitig ein Netzwerk aufbauten und auch weiterhin aufbauen. Es entbehrt auf der einen Seite nicht einer gewissen Ironie, dass eine Frage zum Erfolg in der virtuellen Welt mit dem persönlichen Austausch beantwortet wird. Auf der anderen Seite betont es die Wichtigkeit dieses persönlichen Kontakts, was auf den einen oder anderen auch eine beruhigende Wirkung haben dürfte.

Nicht nur zum Thema „Frenemies – cooperations between Banks & Fintechs“ erläuterte Dr. Dominik Steinkühler, der Mitgründer und Managing Director von Lendico, dass Banken und FinTechs näher zueinander rücken und aufeinander zugehen. Auch die Keynote von Jürgen Lieberknecht, Vorstand für Marketing und Produktmanagement der TARGOBANK, der die Wichtigkeit von FinTechs für Banken mit dem des Thermomix zum Kochen verglich (laut seiner Aussage auch für manchen Sternekoch), betonte das hohe Kooperationspotential zwischen Banken und FinTechs und teilte die Vorgehensweise der TARGOBANK bei der Auswahl eines ebensolchen Kooperationspartners mit dem Publikum.

Danach gliederte sich der anschließende Tag in verschiedene Themenbereiche. Von Innovationen in Payments, Lending über Investing und Trading zu Blockchain wurde fast die komplette Bandbreite, in denen sich FinTechs derzeit positionieren, abgedeckt. Auf einer zweiten Bühne wurde FinTechs die Gelegenheit geboten, ihre Idee in einem drei Minuten kurzen Pitch vorzustellen. In dem vollen Vortragsraum konnten so selbst noch unbekanntere Startups auf sich aufmerksam machen.

Den Abschluss des Events bildete die Preisverleihung und Präsentation der Gewinner des zweiten Bankathon, Thomas Pischke und Bilal Karim Reffas. Diese hatten in 30 Stunden eine App namens Cocktail Trade zur intelligenten Aktiensuche entwickelt und live vorgeführt.

Wir danken der Maleki Group für die Organisation des spannenden Tages und sind beim nächsten mal sehr gerne wieder dabei!

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Laura Pfannemüller

Manager Office Berlin

Kerstin Schneider

Senior Consultant Office München

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